Seit heute Morgen habe ich eine Melodie im Kopf, die ich nicht identifizieren kann. Sie ist nicht nervig, aber sie ist da. Ich summe sie vor mich hin, probiere verschiedene Texte, die dazu passen könnten. Nichts.
Dann, mittags, erkenne ich sie. Es ist ein Stück, das ich vor Jahren selbst gespielt habe. Nicht geschrieben, aber eingespielt für eine Produktion, die nie erschienen ist. Ich hatte die Datei zehn-, vielleicht zwanzigmal gehört, bei der Abmischung. Und offenbar liegt sie seitdem irgendwo im Kopf und wartet.
Das ist ein interessanter Gedanke: Dass der Kopf Sachen speichert, die nirgendwo sonst existieren. Ich bin die einzige Person auf der Welt, die sich an dieses Stück erinnern kann. Das macht mich kurz wichtig und dann wieder sehr klein.