Verflucht normal

Wir waren im Kino und haben spontan Verflucht normal gesehen. 97 % bei Rotten Tomates, dafür habe ich mich sogar ins Puschenkino gesetzt, außerdem wollte ich das Puschenkino mal wieder unterstützen. An einem normalen Samtsag-Abend waren wir nur zu zehnt.

Ich wusste nichts über den Film, außer dass es ein Film über einen Jungen mit Tourette geht.

Es ist ein Film über John Davidson, der in Galashiels in Schottland lebt.

Er arbeitet als Hausmeister im Langlee Community Centre in Galashiels, gründete eine Selbsthilfegruppe und klärte in Schulen, Vereinen und bei Polizeibehörden über sich und die Krankheit auf. 2019 wurde er in die Order of the British Empire aufgenommen.

Auch wenn es bereits Filme und Dokus gibt, Verflucht normal (Originaltitel: I swear) gelingt der Spagat zwischen Humor, Leichtigkeit und Ernst. Das Bedürfnis, einfach normal zu sein, oder so gesehen zu werden, und wie wichtig es für ihn ist, dass seine Krankheit von anderen so gut wie möglich ignoriert wird und er nicht über seine Krankheit wahrgenommen wird.

Sehr unterhaltsam und zu Tränen rührend, ohne moralisch zu werden, ohne pädagogisch zu werden, ohne ins Gewissen zu reden, ganz ohne Appell. Die Emotionen werden überhaupt nicht im Film provoziert, die kommen von ganz alleine.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert