Es gibt ein Wort dafür, petrichor, aber das benutzt niemand. Man sagt einfach: Es riecht nach Regen. Oder nach erstem Regen. Oder nach warmem Asphalt nach einem Gewitter.
Ich mag, dass wir dafür keine sprachliche Genauigkeit brauchen. Alle wissen, was gemeint ist, und das reicht. Es gibt Dinge, die man nicht präzise benennen muss, weil sie ohnehin nur im konkreten Moment erfahrbar sind. Der Geruch ist immer der Geruch von diesem Regen, dieser Straße, diesem Augenblick, in dem man aus der Tür tritt und kurz die Augen schließt.
Sprachliche Präzision ist schön, aber sie kann das eigentliche Erleben auch überholen. Manche Worte erklären mehr, als da ist.